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Hut

Die Auswahl ist groß bei Strohhüten oder Strohcaps

Strohhüte bracht es immer. Ob für den Urlaub, fürs Wochenende oder für einen Ausflug, im Sommer braucht der Kopf etwas Schutz vor der Sonne, aber die Kopfbedeckung soll schön luftig sein. Ideal sind da der Strohhut für den Herren und der Strohhut für die Damen.

Warum ist der Strohhut so ideal ?

Ein Strohhut besteht meist aus natürlichen Materialien, er ist leicht, und die Luft kann gut durch das geflochtene Stroh mit seiner Feuchtigkeit abziehen. So bleibt der Kopf kühl und man schwitzt nicht so. Gerade bei voller Sonne sollte man immer eine Kopfbedeckung tragen, schon der Gesundheit wegen. Je nach Hutkrempe schützt der Hut auch noch speziell im Nacken und im Gesicht vor einem Sonnenbrand.

Ist man im Gebirge oder am See unterwegs, nicht nur beim Wandern, auch bei sportlichen Aktivitäten oder bei einem Kaffeeausflug, so ist die Sonneneinstrahlung um ein Vielfaches höher. Bei Kindern und Menschen mit lichterem Haar ist doppelte Vorsicht angesagt. Strohhüte bieten Schutz für jeden.

Berufsgruppen mit Arbeitszeiten im Freien

Einerseits ist es ja schön, im Sommer viel Zeit im Freien zu verbringen. Aber als Bauer, Winzer oder Gärtner ist die Arbeitszeit auch bei praller Sonneneinstrahlung nötig. Wer will da schon Kopfschmerzen oder einen Sonnenstich kassieren ?

Seid wann sind Strohhüte bekannt ?

Modisch wurde der Strohhut in der Männerwelt um 1920. Die Männermode stürzte sich im Sommer auf den Florentinerhut. Die Kreisrunde Form führte zu dem Namen Kreissäge. In Filmen aus dieser Zeit sieht man das Prachtstück, wenn es am Sonntagnachmittag zum Ausflug an den See ging, oder bei Abendveranstaltungen mit Tanz. 

In Deutschland wurden bis zum 2.Weltkrieg die meisten Strohhüte im Allgäu ( Lindenberg ) produziert. Heute findet man nur noch selten Reste der Strohhut Industrie. Auch südwestlich von Bremen gab es eine bekannte Strohindustrie. Ein Museum der Strohverarbeitung findet man in Twistringen (Niedersachsen ) oder auch ein spezielles Strohmueum in der Schweiz in Wohlen (Aargau )

Die Strohflechterei

Zum Herstellen von Strohflechterei für Hüte wurde Stroh vom Sommerweizen und Sommerroggen verwendet. Vor dem Verarbeiten muss es gespalten werden. Nach dem Flechten wurde es meist gebleicht und geplättet.

Strohhüte in der heutigen Mode

Strohhüte gibt es heutzutage in unzähligen Formen, Farben und Dekoren. Es reicht vom Strohhut à la Capone ( aus Palmfaser aus Mittelamerika ), dem Strohhut à la Country and Western, den Strohhut Bugatti oder Panama, dem Flatcap, dem Stetson usw. für den Herren, um nur einige zu nennen.

Für die Damen ist die Auswahl noch größer. Sommerhüte à la Ascot, als Kofferhut, als Strohhut im 20er Jahre Stil bis hin zu aktuell modischen Modellen in Trendfarben von heute.

..ein echter Panamahut muss es sein !

Was ist das besondere an Panamahüten ?

Der original Panama-Hut ist schon seid dem Jahre 1630 bekannt. Schon viele berühmte Persönlichkeiten haben diesen besonderen Hut getragen. das wären beispielsweise Paul Newman, Ernest Hemingway, Winston Churchill, Mustafa Kemal Atatürk aber auch Erich Honecker.

Das besondere ist, dass dieser Hut von Hand gemacht wird. Dabei wird aus sehr aus feinem Toquilla Stroh, das ist die Panama-Hut-Pflanze, geflochten. Erst hinterher wird mit Hilfe von Druck, von Feuchtigkeit und von Wärme die Passform gemacht. Je feiner die Faser des Toquilla Strohs, umso länger und mühseliger ist die Flechtarbeit. So kann man verstehen, dass davon auch der Preis abhängt.

Panamahut Kopfbedeckung

Ein Panama-Hut aus sehr feinem Toquilla Stroh kann mehrere 1000 Euro kosten. Eine ganze Stange Geld für echte handwerkliche Fertigung und meist eine Anschaffung fürs ganze Leben.

Gut, dass es aus echter Handarbeit gefertigte Panamahüte auch zu erschwinglicheren Preisen zu bekommen sind. Auch so ein Panamahut ziert den Träger und bleibt auch jahrelang im guten Zustand bei etwas pfleglicher Handhabung.

Je besser die Qualität von Panamahüten ist, umso eher kann man ihn einfach zusammenrollen, ihn sogar in eine Büchse tun, und trotzdem brechen keine Fasern. Dann heisst es nur noch, ihn wieder in Form zu bringen !

Ist schon erstaunlich, wie haltbar und formbar Pflanzenfasern von hoher Qualität sind.

 

Herstellung eines Panama-Hutes

Auch heute noch werden die meisten Panama-Hüte nicht in großen Fabriken sondern eher in Heimarbeit hergestellt. Diese Hutweber bauen auch oft noch ihre eigenen Toquillapflanzen an.

Der Blattstrunk wird kurz in heisses Wasser gegeben und dann getrocknet. Dann erfolgt die weitere Trocknung über einem Feuer. Dem Feuer wird immer wieder etwas Schwefel zugegeben, so bleicht diese Form der Röstung gleichzeitig. So etsteht auch die Farbe der Panama-Hüte.

Anschliessend wird von Hand die Faser gerissen. Je feiner, umso höher wird die Qualität des Panamahutes sein. Anschliessend erfolgt die Verflechtung. Dabei wird am flachen Oberteil begonnen. Später wird über einem Holzklotz weitergeflochten.

Nach dem Flechten wird das überstehende Stroh entfernt und mit Wärme, Druck und Feuchtigkeit geglättet. Dabei bekommt der Hut dann seine entgültige Form.

Für mich ist es gerade im Sommer oder auf Reisen einer der angenehmsten Hüte

                                                         

Die Melone, ein besonderer Hut

Die Melone ist ansich eine typische Kopfbedeckung des Herrn aus dem späten 19.Jahrhundert und frühen 20.Jahrhundert. Insbesondere in England gehörte er trendmässig zum Mann von Welt. Man denke nur an Charlie Chaplin oder Winstin Churchill !

Die Melone wurde um 1860 von einem Herrn Bowler aus London erfunden. Dies ist auch der Grund, dass dieser steife und abgerundete Hut in England auch gerne als Bowler bezeichnet wir. Der erste Huträger war ein Herr Coke, daher auch der Drittname des Hutes, ein Coke. Im Original wird die Melone aus schwarzem Filz gemacht, die Hutkrempe wird versteift.

Dies führte dazu, dass diese Kopfbedeckung in Deutschland früher als Glocke oder Koks genannt wurde. Wer kennt nicht das geflügelte Wort, jemand führt sich auf wie Graf Koks !

In Amerika nennt man den Hut auch Derby, Grund ist wohl, dass ausserhalb Englands nur bei Pferdeturnieren Anklang findet, so beim Pferdedressurreiten oder beim Pferderennen, hier natürlich das zuschauende Publikum.

..und die Melone heute ?

Heute wird die Melone noch beim Kölner Karneval getragen. Er nennt sich dort Bibi. Und die Frauenwelt in Bolivien hat die Melone liebgewonnen.

Die klassische Melone im englischen Stil wird heute noch von Hand gemacht. Sie hat auch ihren Preis! Das originale Modell aus Haarfilz mit Hutband, Einfassund und Futter kann schon über 100 Euro kosten. Die einfacheren Modell aus Wollfilz, daran wird so manche Dame gefallen finden, gibts schon zum halben Preis.

In England sind wieder ganz stylische Melonen in, zum Dandy-Look passt dieser Kopfschmuck ja auch gut. Dieses neue Modeaccessoire findet man dann nicht nur in schwarz, sondern auch in beige und braun, ja sogar in blau !

Für den Fasching oder Karneval wird die Farbenmischung noch extravaganter, silber, gold, rot, pink  ; dies ist aber dann eher was für besondere Partys und Events, oder in Künstlerkreisen.

Ach Frauen mögen Hüte

Der Damenhut scheint wieder in Mode zu kommen. Besonders einer Dame kann ein Hut gut stehen, wie man so sagt, und damit zu einem echten Hingucker werden. Der Damenhut wird so zum individuellen i-Tüpfelchen einer Garderobe.

Doch Damenhüte sind garnicht so einfach zu bekommen. Warum? Weil der Damenhut oft ein echtes Unikat ist, kein Massenartikel bei den klassischen Hutherstellern für Männer wie beispielsweise Stetson oder Borsalino.

Damenhut hell

Ein idealer Ort, um seine neuen Hutkreationen vorzuführen, findet sich auf der größten Hutverkaufs-Show jährlich in Neuburg an der Donau. Über 12000 verschiedene Modell, ja richtig gesehen, 12.000 Hutmodelle wurden auf der Messe " Mut zum Hut " vorgestellt.

Eines dürfte klar geworden sein, nicht nur Kleider machen Leute, insbesondere der Hut kleidet die Besitzerin. Sobald ein Hut getragen wird, wird die Erscheinung irgendwie besonderer, ob das daran liegt, dass man sich eleganter bewegt ?

Dies sieht man auf dem Ladies Day beim berühmten Pferderennen Royal Ascot. Hier werden die exklusivsten Hutkreationen wie auf einer Bühne vorgeführt. Je verrückter und einfallsreicher der Hut, umso eher war ein sicheres Plätzchen in einer Modeillustrierten zu ergattern. Je höher der Aufmerksamkeitsfaktor, umso leichter wurde man von Fotografen entdeckt. Sicherlich nicht einfach bei der Menge an Einfallsreichtum der Hutmanufakturen.

Wer will da nicht als unbekannte Schöne auch etwas vom kurzlebigen Ruhme mitbekommen ?

Doch auch hier im Lande finden sich kreative Hutmacherinnen, die einem zu einer eigenwilligen Kopfbedeckung führen. Sie muss ja nicht gleich so aufwendig – und auch teuer – sein wie in Ascot. Damenstrohhut dunkel

Mit " Mut zum Hut " lassen sich auch einfachere Hüte finden, die die Trägerin schmücken und sie auch etwas in den Mittelpunkt einer Runde netter Menschen führen. Ein Damenhut muss zur Person passen, individuell, kreativ und Frau muss sich damit wohl fühlen !

Insbesondere Damenhüte in der Sommerzeit, individuell-kreative Damenstrohhüte bespielsweise, sind für den mutigen Anfang eine ideale Ausgangsposition. Also, nur Mut meine Damen ! Eine Kopfbedeckung als stilvolles Accessoire ist ein echter Hingucker.