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Kopfbedeckung von Hut, Kappe, Caps, Mütze bis Kopftuch

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Kopfbedeckung als Accessoire Trend

 

Accessoire-Trends bei der Kopfbedeckung

Im Winter stehen Kopfbedeckungen hoch im Kurs. Um den Kopf und auch die Ohren warm zu halten, greift man gerne zu den unterschiedlichsten Kopfbedeckungen wie Hut, Kappe oder Mütze. Warum sollte gerade bei den kalten Temperaturen im Winter eine Mütze eine Pflicht sein ? Die Kopfhaut gehört zu den Körperregionen mit der stärksten Durchblutung. Kühlt man da aus, friert man einfach leichter.

Aber auch in der Übergangszeit, wie Frühling und Herbst, kann eine gute Kopfbedeckung von Nutzen sein. Im Sommer als Sonnenschutz oder bei sportlicher Betätigung lässt sich oft ohne Kopfbedeckung oder einem passenden Halstuch  garnicht auskommen.

Man kann ohne wenn und aber sagen : Diese modischen Accessoires machen also nicht nur gute Laune sondern nutzen auch etwas.

Die Auswahl an Hüten, Kappen und Mützen ist groß. Der Stoff reicht von Wolle über Filz zu Mischgewebe bis hin zu Synthetik. Die aktuellen Trends lassen sich oft garnicht so schnell verfolgen. Daher lade ich Sie hier ein, sich einen Überblick über die Welt der Kopfbedeckungen zu machen. Artikel aus der Hutmode früherer Zeiten werden sich abwechseln mit aktuellen Entdeckungen zum Wohle des Kopfes und seines Trägers oder Trägerin.

Kopfbedeckungen haben schon einer lange Tradition

 

Mann und Frau haben schon lange Zeit eine Kopfbedeckung auf

Kopfbedeckungen gibt es viele: der Hut, das Kopftuch, das Cap, Schleier, Kapuze, Kappe, Mütze bis hin zur Perücke.

Die Kopfbedeckung hat schon lange Tradition. Wahrscheinlich wird es eine Bedeckung des Kopfes gegeben haben, seid es Menschen gibt.

Nicht immer diente sie zum reinen Nutzen, auch der Ausdruck der Persönlichkeit, zur Zierde oder als Statussymbol, als Erkennungszeichen oder auch zum Verstecken hat die Kopfbedeckung ihren Sinn erfüllt.

Jede Menschheitepoche und jeder Erdteil hat in dieser Hinsicht seine eigene Entwicklung, mancher Modetrend war eine Eintagsfliege, und manche modische Erscheinungsbilder wurden zum langen Trend über Jahrhunderte hinweg, immer wieder in neuen Erscheinungsformen.

Auch für Frauen gab es unterschiedliche Kopfbedeckungen. Sogar der Damenhut ist bis heute in der Modewelt vertreten.

 

Der Hut in bürgerlichen Zeiten

Früher waren Hüte ein Zeichen bürgerlichen Anstandes. Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war ein Gang auf die Strasse ohne Hut nicht die feine Art.

Der Hut diente den höflichen Umgangsformen in diesen Zeiten. Es war höfliche, wenn man im Freien als Herr von Welt den Hut zur Begrüssung kurz anhob. Waren Frauen anwesend, so wurde der Hut abgenommen. So schrieben es die Manieren vor.

Der Hut war also ein besonderes Accessoire, um die Umgangsformen zu wahren. Gesten in diesem Sinne waren das Abnehmen des Hutes bei Empfängen, beim Kirchbesuch oder am offenen Grabe. Dies diente alles der Ehrerbietung gegenüber anderen als Höflichkeitsgeste.

Noch früher war die Abnahme der Kopfbedeckung eine Ehrerbietung bei höhergestellten Personen. Dem Landesfürsten, dem König, usw.

Geflügelte Begriffe finden sich noch heute im Gebrauch, so das " Hut ab ! " oder im französischen das " Chapeau "  als Zeichen der Hochachtung.

Die Baseball-Kappe als Werbefläche

..oder wie man mit einer Baseball-Kappe richtig Geld verdient !

Das grosse Geheimniss ist gelüftet. Mit einer roten Kopfbedeckung kann man, oder besser hat Ex-Rennfahrer Niki Lauda gutes Geld verdient. Seid seinem Unfall 1976 auf dem Nürburgring, bei dem er sich die Brandverletzungen zugezogen hat, trägt unser Österreicher Niki Lauda eine Art Baseball Cap in rot.

Der frühere Formel-1-Star konnte diese Verletzung gut vermarkten, überall hatte er seine Kappe auf. Das Vermieten der Werbeflächen war eine geniale Idee.

Die Millionen Euro Baseball-Kappe

Anfänglich war die Werbefläche um die 100.000 Euro pro Jahr wert. Mittlerweile nimmt Ex-Rennfahrer Niki Lauda jährlich 1,2 Millionen. 1976 bis 2009, tja, am besten selbst nachrechnen !

Hut ab vor diesem Schachzug des dreifachen Formel-1-Weltmeisters und erfolgreichen Flugunternehmers.

Ein Zylinder Hut muss es sein !

 

Woher kommt der Zylinder Hut ?

 

Die Ära des Zylinders begann die den 1820ern. Damals wurde er der Hut des Bürgers. Doch schon früher soll ein Seidenzylinder öffentliches Ärgernis erzeugt haben. 1797 soll ein englischer Hutmacher der Sage nach der Täter gewesen sein.

Was ist ein Zylinder Hut ?

Heute ist der Zylinder ein schwarzer, hoher Herrenhut mit steifer Hutkrempe. Früher wurde der Zylinderhut aus hellbeigen  oder hellbraunem Filz hergestellt.

Ein besonderes Modell ist der Klappzylinder, auch Chapeau Claque genannt. Nach 1930 war diese Zylindermodell modern. Bei diesem Zylinder kann man mit einem Klaps zusammengeklappt werden und wird so viel leichter transportabel.

Der Glanzzylinder ist die Ursprungsform. Er ist hart im Aufbau und mit langflorigem Samt bezogen.

.. und heute einen Zylinder Hut ? 

Auch heute wird der Zylinder getragen. Zum einen zählt er zur Berufstracht der Schornsteinfeger und Kutscher, zum anderen wird er auch gerne von Zauberkünstlern getragen. Aber auch zu besonders festlichen Anlässen, passend zu Frack oder Cutaway und nicht nur zur Faschingszeit zeigt der Zylinderhut seine Dominanz.

Der Panamahut

..ein echter Panamahut muss es sein !

Was ist das besondere an Panamahüten ?

Der original Panama-Hut ist schon seid dem Jahre 1630 bekannt. Schon viele berühmte Persönlichkeiten haben diesen besonderen Hut getragen. das wären beispielsweise Paul Newman, Ernest Hemingway, Winston Churchill, Mustafa Kemal Atatürk aber auch Erich Honecker.

Das besondere ist, dass dieser Hut von Hand gemacht wird. Dabei wird aus sehr aus feinem Toquilla Stroh, das ist die Panama-Hut-Pflanze, geflochten. Erst hinterher wird mit Hilfe von Druck, von Feuchtigkeit und von Wärme die Passform gemacht. Je feiner die Faser des Toquilla Strohs, umso länger und mühseliger ist die Flechtarbeit. So kann man verstehen, dass davon auch der Preis abhängt.

Ein Panama-Hut aus sehr feinem Toquilla Stroh kann mehrere 1000 Euro kosten.

Je besser die Qualität von Panamahüten ist, umso eher kann man ihn einfach zusammenrollen, ihn sogar in eine Büchse tun, und trotzdem brechen keine Fasern. Dann heisst es nur noch, ihn wieder in Form zu bringen !

Herstellung eines Panama-Hutes

Auch heute noch werden die meisten Panama-Hüte nicht in großen Fabriken sondern eher in Heimarbeit hergestellt. Diese Hutweber bauen auch oft noch ihre eigenen Toquillapflanzen an.

Der Blattstrunk wird kurz in heisses Wasser gegeben und dann getrocknet. Dann erfolgt die weitere Trocknung über einem Feuer. Dem Feuer wird immer wieder etwas Schwefel zugegeben, so bleicht diese Form der Röstung gleichzeitig. So etsteht auch die Farbe der Panama-Hüte.

Anschliessend wird von Hand die Faser gerissen. Je feiner, umso höher wird die Qualität des Panamahutes sein. Anschliessend erfolgt die Verflechtung. Dabei wird am flachen Oberteil begonnen. Später wird über einem Holzklotz weitergeflochten.

Nach dem Flechten wird das überstehende Stroh entfernt und mit Wärme, Druck und Feuchtigkeit geglättet. Dabei bekommt der Hut dann seine entgültige Form.

Für mich ist es gerade im Sommer oder auf Reisen einer der angenehmsten Hüte

                                                         

Die Melone

Die Melone, ein besonderer Hut

Die Melone ist ansich eine typische Kopfbedeckung des Herrn aus dem späten 19.Jahrhundert und frühen 20.Jahrhundert. Insbesondere in England gehörte er trendmässig zum Mann von Welt. Man denke nur an Charlie Chaplin oder Winstin Churchill !

Die Melone wurde um 1860 von einem Herrn Bowler aus London erfunden. Dies ist auch der Grund, dass dieser steife und abgerundete Hut in England auch gerne als Bowler bezeichnet wir. Der erste Huträger war ein Herr Coke, daher auch der Drittname des Hutes, ein Coke. Im Original wird die Melone aus schwarzem Filz gemacht, die Hutkrempe wird versteift.

Dies führte dazu, dass diese Kopfbedeckung in Deutschland früher als Glocke oder Koks genannt wurde. Wer kennt nicht das geflügelte Wort, jemand führt sich auf wie Graf Koks !

In Amerika nennt man den Hut auch Derby, Grund ist wohl, dass ausserhalb Englands nur bei Pferdeturnieren Anklang findet, so beim Pferdedressurreiten oder beim Pferderennen, hier natürlich das zuschauende Publikum.

..und die Melone heute ?

Heute wird die Melone noch beim Kölner Karneval getragen. Er nennt sich dort Bibi. Und die Frauenwelt in Bolivien hat die Melone liebgewonnen.

Die klassische Melone im englischen Stil wird heute noch von Hand gemacht. Sie hat auch ihren Preis! Das originale Modell aus Haarfilz mit Hutband, Einfassund und Futter kann schon über 100 Euro kosten. Die einfacheren Modell aus Wollfilz, daran wird so manche Dame gefallen finden, gibts schon zum halben Preis.

In England sind wieder ganz stylische Melonen in, zum Dandy-Look passt dieser Kopfschmuck ja auch gut. Dieses neue Modeaccessoire findet man dann nicht nur in schwarz, sondern auch in beige und braun, ja sogar in blau !

Für den Fasching oder Karneval wird die Farbenmischung noch extravaganter, silber, gold, rot, pink  ; dies ist aber dann eher was für besondere Partys und Events, oder in Künstlerkreisen.

Kopfbedeckung beim Sport

Welche Kopfbedeckung beim Sport ?

Das hängt natürlich von der Sportart ab und was man dabei ereichen will. Soll der Kopf warmgehalten werden, oder ist es als Sonnenschutz gedacht. Muss Schweiss aufgesaugt werden ? Reicht eine ganz normale Sportmütze ? Muss auf das sportliche Outfit auch nach aussen hin geachtet werden, oder geht es um die reine Funktionalität ? Welches Material bevorzuge ich, Baumwolle oder Synthetik, Funktionskleidung ? Wie häufig ist die Reinigung, das Waschen angesagt ? Viele Fragen, die man sich vorab stellen sollte, bevor man auf die Suche geht und einen Einkauf tätigt !

Einen Strohhut, nicht nur für den Sommer

Die Auswahl ist groß bei Strohhüten oder Strohcaps

Ob für den Urlaub, fürs Wochenende oder für einen Ausflug, im Sommer braucht der Kopf etwas Schutz vor der Sonne, aber die Kopfbedeckung soll schön luftig sein. Ideal sind da der Strohhut für den Herren und der Strohhut für die Damen.

Warum ist der Strohhut so ideal ?

Ein Strohhut besteht meist aus natürlichen Materialien, er ist leicht, und die Luft kann gut durch das geflochtene Stroh mit seiner Feuchtigkeit abziehen. So bleibt der Kopf kühl und man schwitzt nicht so. Gerade bei voller Sonne sollte man immer eine Kopfbedeckung tragen, schon der Gesundheit wegen. Je nach Hutkrempe schützt der Hut auch noch speziell im Nacken und im Gesicht vor einem Sonnenbrand.

Ist man im Gebirge oder am See unterwegs, nicht nur beim Wandern, auch bei sportlichen Aktivitäten oder bei einem Kaffeausflug, so ist die Sonneneinstrahlung um ein Vielfaches höher. Bei Kindern und Menschen mit lichterem Haar ist doppelte Vorsicht angesagt.

Berufsgruppen mit Arbeitszeiten im Freien

Einerseits ist es ja schön, im Sommer viel Zeit im Freien zu verbringen. Aber als Bauer, Winzer oder Gärtner ist die Arbeitszeit auch bei praller Sonneneinstrahlung nötig. Wer will da schon Kopfschmerzen oder einen Sonnenstich kassieren ?

Seid wann sind Strohhüte bekannt ?

Modisch wurde der Strohhut in der Männerwelt um 1920. Die Männermode stürzte sich im Sommer auf den Florentinerhut. Die Kreisrunde Form führte zu dem Namen Kreissäge. In Filmen aus dieser Zeit sieht man das Prachtstück, wenn es am Sonntagnachmittag zum Ausflug an den See ging, oder bei Abendveranstaltungen mit Tanz. 

In Deutschland wurden bis zum 2.Weltkrieg die meisten Strohhüte im Allgäu ( Lindenberg ) produziert. Heute findet man nur noch selten Reste der Strohhut Industrie. Auch südwestlich von Bremen gab es eine bekannte Strohindustrie. Ein Museum der Strohverarbeitung findet man in Twistringen (Niedersachsen ) oder auch ein spezielles Strohmueum in der Schweiz in Wohlen (Aargau )

Die Strohflechterei

Zum Herstellen von Strohflechterei für Hüte wurde Stroh vom Sommerweizen und Sommerroggen verwendet. Vor dem Verarbeiten muss es gespalten werden. Nach dem Flechten wurde es meist gebleicht und geplättet.

Strohhüte in der heutigen Mode

Strohhüte gibt es heutzutage in unzähligen Formen, Farben und Dekoren. Es reicht vom Strohhut à la Capone ( aus Palmfaser aus Mittelamerika ), dem Strohhut à la Country and Western, den Strohhut Bugatti oder Panama, dem Flatcap, dem Stetson usw. für den Herren, um nur einige zu nennen.

Für die Damen ist die Auswahl noch größer. Sommerhüte à la Ascot, als Kofferhut, als Strohhut im 20er Jahre Stil bis hin zu aktuell modischen Modellen in Trendfarben von heute.

 

Kopfbedeckung im Mittelalter, für historische Kostüme

Historische Kopfbedeckungen für Mittelalterliche Märkte gesucht !

Über die letzten Jahre hinweg finden immer häufiger Mittelalterliche Märkte, Ritterturniere, historische Kostümfeste und Mitelalterliche Festumzüge statt. Historische Kopfbedeckungen werden meist selbstgenäht nach historischem Vorbild, aber auf dem Märkten und auch im Umfeld entstehen immer mehr kleinere Manufakturen, die historische Kostüme zum Kauf anbieten.

Teilweise lassen sich von vergangenen Hutmodellen natürlich aus jüngerer Zeit hin und wieder auch günstige Originale kaufen. Ein Zylinderhut wird aber nicht zum mittelalterlichen Umfeld optimal passen.

Die Baskenmütze

Die Baskenmütze, eine Kopfbekleidung die nicht nur im Baskenland Freunde findet

Eigentlich stammt die Baskenmütze garnicht aus dem Baskenland. Aber aus der Nachbarregion, dem Béarn, eine versteckte Region voller Gebirgstäler in den Pyrenäen.

Die Baskenmütze ist eine Kopfbedeckung, die man nicht mit dem Barett identisch sehen kann. Letztere ist eine militärische Kopfbekleidung. Die zivile Form, die Baskenmütze, wird aus Wolle oder Filz hergestellt und diente der Landbevölkerung als unverwüstlicher Schutz vor Regen und Sonne und vor anderen Wettereinflüssen.

In den Niederlanden und den skandinavischen Ländern wird diese Kopfbedeckung auch Alpenmütze oder kurz Alpino genannt.

Gerne wurde die Bakenmütze von Intellektuellen und Künstlern getragen, doch mittlerweile ist sie allgemein verbreitet und bereichert so die Mode beim Mann und Frau.

Die ursprüngliche Farbe und auch die Form hat sich auch mit der Zeit gewandelt, wie auch die Herstellungsmaterialien. So werden modische Schirmmützen oder Flatcaps und anderes daraus. Getragen werden können die Bakenmützen und deren Ableger das ganze Jahr hindurch.

Auch gestrickte Modelle und Mützen aus ganz luftigen Materialien sind besonders für die Frauenwelt zu finden. Bei den Herren wird lieber das ursprüngliche Modell mit dem kleinen " Bommel " dran gewählt. Heute wieder ein richtiger Modetrend ! Nicht nur in der Herrenmode.

Ausflug in die ursprüngliche Herstellung einer Bakenmütze

Aus dem Grundmaterial Wollkämmlinge wird seid Jahrhunderten nahezu gleich in der Form die Rohbaske, auch Labrazze, auf einer Rundstrickmaschine geformt. So entsteht die flache Form. Die überstehenden Kettelfäden werden zu dem bekannten Nippel.

Durch das Walken oder auch Filzen wird aus der Rohbaske die Baskemmütze. Dabei wird sie geschrumpft und erhält die entsprechende Größe. Durch das Walken bleibt der Stoff luftdurchlässig und richtig strapazierfähig und ist wegen seines wasserabweisenden Stoffes, dem Edelfilz, auch dem schlechteren Wetter gewachsen.